Beim Sonnwendfest der Burschen und Mädchen „Die Füchse“ geht man neue Wege

Tontechniker Paris Ntanas hat zwar einen griechischen Namen, ist aber gebürtiger, eingefleischter Fellingshäuser. Sein Wissen und Können als Student für Eventmanagement und Technik stellt er in den Dienst eines schönen Sonnwendfestes auf dem Fellinghäuser Festplatz.
Das Foto zeigt Paris auf einer Box sitzend.

Im vergangenen Jahr gab es noch etliche Beschwerden wegen der Bässe, die des Nachts laut über das Dorf wummerten. Das ist halt eine dumme Geschichte, dass die langen Wellen (die Bässe) rundum und weit tragen.
Wie sieht die Abhilfe aus?

Hinter der Deutschlandfahren befinden sich die 6 Boxen, dahinter die Bühne und hinter dem Fuchs die Sektbar

Zum Einsatz kommen 6 unförmige Verstärker-Kisten, im Fachjargon Subwoofer genannt, die für eine Woche geliehen wurden. Jede Box sendet nach vorne mit 2,8 kW und nach hinten mit 2kW. Im Zelt entsteht eine nierenförmige Zone der Lautstärke, die in Richtung Bieber schallt. Eine kleinere Zone des Schalldrucks ist rückwärts in Richtung Fellingshausen gedreht. Das hat eine Schallverringerung von 19 dB zur Folge. Minus 19 Dezibel bedeuten für das menschliche Gehör, dass der Schall nur noch als etwa ein Drittel der ursprünglichen Lautstärke wahrgenommen wird. Das ist eine tolle Leistung dieser Lautsprecher.
Die Verstärker wurden so aufgestellt, dass der Haupt-Schall vom Dorf weg getragen wird. Damit nun nicht die Bieberer darunter leiden, zog man am Samstag früh ab 1.00 Uhr in die Sektbar um, die sich hinter den Lautsprechern befindet. Zusätzlich wurde die Lautstärke verringert.

Die Sektbar ist recht gemütlich. Am Freitag Nachmittag waren noch ein paar „Burschen“ mit ihrem Aufbau beschäftigt. Überhaupt sah es da noch wild aus. Ganz anders als am Samstag Mittag. Es ist bewundernswert, was in der Zwischenzeit geschafft wurde. 50 – 60 Helfer/innen schätzt Steffen Balser. Hinzu kommen die kostenlos überlassenen Maschinen und Geräte durch Firmen aus dem Ort oder der Nachbarschaft. Trotzdem ist es nicht mehr kostendeckend. Ohne Eintritt und den Getränkeverkauf könnte dieses Fest nicht mehr durchgeführt werden. Uns gefällt, wie engagiert die jungen Menschen bei der Vorbereitung dabei sind. Etliche haben eine passende Ausbildung, aber für andere ist es möglicherweise die erste Begegnung mit handwerklichen Techniken.

Im Rahmen der Fußball-Weltmeisterschaft gab es auch die Möglichkeit, das Spiel Deutschland gegen Elfenbeinküste am Samstagabend um 22.00 Uhr auf der großen Leinwand im Zelt zu sehen. Den Jubel über das 2. Tor der deutschen Nationalmannschaft konnten wir gut hören.. Dann wurde es noch einmal kurz laut, hat aber unseren Schlaf nicht mehr beeinträchtigt.

Fotos Eveline Renell und Winfried Senger

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